AWO-Kaufhaus

in Bad Säckingen-Wallbach

Vorwort

Mit einer Größe von ca. 400m² bietet das AWO-Kaufhaus eine große Auswahl an schönen Dingen, angefangen von Küchenartikeln über Dekoration bis hin zu Raritäten, Bekleidung, Spielwaren, Haushaltswaren, Elektro und Elektronikartikel, Bücher, CDs & DVDs und vieles mehr.

Was machen wir?

Unser Kaufhaus ist für alle Menschen denen Nachhaltigkeit für unsere Umwelt am Herzen liegt, eine gute Möglichkeit preisgünstig einzukaufen, dabei unterstützen Sie auch ein soziales Projekt. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!

Spendenannahme:

„Eigentlich brauche ich das nicht mehr, aber zum Wegwerfen ist es zu schade“

Bringen Sie doch Ihre nicht mehr benötigten Schätze zu uns, hier finden diese schönen Sachen einen neuen Besitzer und im Sinne der Nachhaltigkeit ist es eine gute Sache. Spendenannahme ist Dienstag, Mittwoch und Donnerstag immer von 9:00 bis 14:00 Uhr.

Bitte bringen Sie Ihre Spenden nicht außerhalb unserer Annahmezeiten vorbei.

 

Was nehmen wir an?

Kleidung für Erwachsene und Kinder, Spielzeug, Geschirr, Küchenartikel, Dekoration, Elektro- und Elektronikgeräte, Computer und Computerzubehör, Bücher, CDs & DVDs und vieles mehr. Alle Dinge in gutem bis sehr guten Zustand, Kleidung bitte nur gewaschen abgeben. Leider können wir keine Möbel annehmen, gerne aber versuchen wir zu vermitteln, bei Fragen können Sie uns kontaktieren.

Schmuck für die Damen & Herren | AWO-Kaufhaus in Bad Säckingen-Wallbach
Für eche Leseratten – Bücherecke | AWO-Kaufhaus in Bad Säckingen-Wallbach
Das AWO-Kaufhaus in Bad Säckingen-Wallbach

Fotografin: Frau Nadin Wiepcke

Öffnungszeiten:

Donnerstag & Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag von 9:00 bis 13:00 Uhr

Spendenannahme jeweils von 9:00 bis 14:00 Uhr:

  • Dienstag
  • Mittwoch
  • Donnerstag

Wo & wie?

Rheinvogtstrasse 19 in Bad Säckingen-Wallbach
Telefon: 07761-9168558
Mail: sozialkaufhaus@awo-waldshut.de

Ehrenamtliche Mitarbeit:

Sie möchten in einem Teil ihrer Freizeit etwas Gutes tun? Dann sind Sie bei uns genau richtig.

  • Sie mögen Menschenkontakte? – Dann kommen Sie doch in unseren Verkauf.
  • Ihre Leidenschaft sind Bücher? – Dann wären Sie unsere Experte/in für die Bücherecke.
  • Bei Musik blühen Sie auf? – Die CD, Schallplattenecke wartet auf Sie.
  • Sie sind Schatzsucher und neugierig? – Die Sortierung der Ware ist eine abwechslungsreiche Aufgabe!
  • Sie sind Elektriker? – Bei uns können Sie die unterschiedlichsten Geräte in ihrer Funktion testen.
  • Der Lötkolben ist ein guter Freund? – Reparieren Sie doch Geräte bei uns

Sie mögen Computer oder Smartphone? – Bei uns können Sie die Geräte prüfen und ggf. herrichten. Kommen Sie vorbei und sprechen uns an, in unserem Team es gibt für jeden die passende Tätigkeit.

Informationen zu unserem AWO-Kaufhaus

Bedeutung

Ein Sozialkaufhaus ist in der Bevölkerung unter mehreren Namen bekannt. Als Gebrauchtwarenladen, als Second Hand Laden, Fair kauf, Brockenhaus, Brockenstube (in der Schweiz), Gebrauchtmöbelmarkt, Second-Hand-Börse, Sozialmarkt u.a.

Im Prinzip ist es eine Erweiterung von Kleiderkammern oder Buchschachteln mit Alltagsgebrauchsgütern. Die Gebrauchsgegenstände sind eine riesige Vielfalt von Artikeln, wie Bücher, Geschirr, Gläser, Küchenutensilien, Kinderspielsachen, Gartengeräte, Sportsachen, Uhren, elektrische Geräte bis hin zu kleinen Möbeln. Fast alles, was in einer Wohnung zu finden ist, findet man manchmal mehr oder manchmal weniger in einem Sozialkaufhaus. Außer Verbrauchswaren wie Lebensmittel, Putzmittel oder Kosmetikartikel. Das gesamte Sortiment besteht aus reinen Warenspenden aus der Bevölkerung. Diese Spenden werden von Ehrenamtlichen und Langzeitarbeitslosen sortiert und nach Kategorien wie Küche, Geschirr, Medien, Möbel, Kinder, Spielwaren, Bad, Dekoration, Sport uvm. ansprechend präsentiert.

Ökologisch

Durch den gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland ist die Spendenbereitschaft von Gütern an das Sozialkaufhaus groß. Wenn etwas nicht mehr modern ist, man es einfach nicht mehr schön findet oder man sich neu einrichten möchte, werden die nicht mehr gebrauchten Güter aussortiert. Durch das Bewusstsein, dass diese aussortierten Güter noch in einem Zustand sind, welche noch nicht der Entsorgung zugeführt werden müssen und damit unnötig Müll produzieren würden, werden Alternativen der Weitergabe gesucht. Mit dem sozialen und ökologischen Gedanken, dass Andere (weniger Wohlhabende) an den Gütern Freude hätten, verschenken die Spender die Güter.

Durch die Annahme und den Verkauf gebrauchter Güter leistet ein Sozialkaufhaus einen entscheidenden Beitrag zur Rückführung von Waren in den Benutzerkreislauf. Sachen die sonst auf dem Sperrmüll landen würden, finden einen neuen Platz in einer anderen Wohnung. So entsteht ein nicht zu unterschätzender Recyclingprozess, der nachhaltig die Umwelt schont. Jedes einzelne verkaufte Stück verlängert deren Lebensdauer und muss nicht neu angeschafft werden. Bewusst kann Jeder für sich entscheiden, ob er sich eine Neuware anschafft, welche das Ökosystem belastet oder einer bereits genutzten Ware dem Vorrang gibt. Fakt ist, dass dieser Kauf ein aktiver Beitrag ist, welcher zur Schonung der Ressourcen beiträgt.

Für die Region Bad Säckingen trägt ein Sozialkaufhaus dazu bei, Recyclinghöfe und Mülltonnen zu entspannen und damit entstehen weniger Kosten für die Müllentsorgung beim Landratsamt.

Ökologische Vorteile gebrauchte Güter zu erwerben:

  • Die Lebensdauer des bereits vorhanden Gutes wird verlängert
  • Die Güter sind bereits vorhanden, müssen nicht mehr produziert werden, womit kommerzielle, zweifelhafte Arbeitsbedingungen,
  • Ressourcenverschwendung und
  • lange Transportwege verhindert werden
  • Natürliche Ressourcen werden damit geschont und nachhaltig genutzt
  • Es werden keine neuen Rohstoffe benötigt, auch
  • neue chemische Stoffe und Gifte werden nicht verwendet
  • Gebrauchte Kleidungsstücke und Möbel sind für die Gesundheit unbedenklicher als Neuware, da durch mehrmalige vergangene Waschgänge Chemikalien in den Fasern verloren gegangen sind
  • Die Belastung auf Mensch und Umwelt wird verlangsamt
  • Second Hand ist Klasse statt Masse
  • Aus alt mach neu: Aufbereiten statt ständig neu konsumieren müssen
  • Weg von der Wegwerfgesellschaft: Wiederverwerten statt wegschmeißen

Kunden

Das Sozialkaufhaus wird von unterschiedlichsten Menschen besucht. Babys mit ihren Eltern, Kindern bis zu betagten Senioren sind anzutreffen. Es ist eine Durchmischung der Kundschaft allen Milieus und jeder Nation zu erkennen.

Im ersten Augenblick, wenn es Kunden nicht gerade durch das Eingangsschild registrieren, erkennen sie nicht unbedingt sofort, dass sie sich in einem Sozialkaufhaus befinden. Erst auf dem zweiten Blick sehen sie, dass die Ware nicht neu ist und die Preise entscheidend günstiger sind, als in der „normalen“ Verkaufswelt. Bei der Beratung merken die Kunden dann auch, dass sie kein Fachpersonal berät, sondern eine bunte Mischung von engagierten Menschen. Oft wird das Personal dann gefragt, ob sie als nicht „Bedürftige“ hier einkaufen dürfen. Die Antwort ist ganz klar: „Ja, bei uns darf Jeder einkaufen“. Die AWO hat sich bewusst dafür entschieden, um die Würde aller Menschen zu achten und den ökologischen Effekt zu stärken.

Das Kaufverhalten der Kundschaft ist dabei unterschiedlich und nach Verfügung der finanziellen Mittel ausgeprägt. Viele Menschen kaufen gezielt Waren (vermutlich Menschen mit Bezugsscheinen oder Menschen, die mit ihrem Einkommen etwas über der Berechtigung des Bezugsscheines liegen und auch Senioren*innen, welche mit einer geringen Rente auskommen müssen) welche sie benötigen, wie einen neuen Kochtopf, eine Tasche oder günstiges Geschirr. Andere suchen nach etwas Besonderem wie etwas zum Lesen, Dekorationsartikel oder einem außergewöhnlichen Möbelstück. Es gibt Kunden*innen, welche gezielt die älteren Waren, wie ein Tonbandgerät, eine alte Nähmaschine oder Kristallgläser bevorzugen. Manche Kunden*innen kommen, um den Güterkreislauf gezielt nutzen zu können. So gibt es Stammkunden, welche sich Bücher kaufen, diese beim nächsten Einkauf wieder spenden und dann wieder Bücher erwerben. Generell können viele als Stammkunden bezeichnet werden. Es gibt Kunden*innen welche täglich, manchmal sogar mehrmals täglich kommen um zu schauen, was die Belegschaft an neuer Ware zum Verkauf anbietet. Es entstehen dabei oft Gespräche. Die Kundschaft kennt sich oft untereinander und das Sozialkaufhaus wird als Plattform der Kommunikation genutzt. Die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter*innen nehmen sich für die Kundschaft Zeit, um mit Geduld zu beraten und auch ihre Geschichten, Sorgen und Nöte, der meist älteren Menschen anzuhören.

In einem Bericht des AWO Bundesverbandes über das „Schatzkästlein“ in Lörrach stand: “Doch womit niemand gerechnet hatte: Wer eigentlich nur bei Bedarf zum Einkaufen kommen wollte, kam häufig immer wieder. Für den netten Schwatz, das gemeinsame Lachen, das schöne Wiedersehen. Aus dem Konsumort wurde ein sozialer Begegnungsraum – und zwar längst nicht nur für die Kunden.“
(Rotter, 2018, manchmal-muss-man-eben-puzzeln)

Personal

Ein Sozialkaufhaus braucht für seine Funktionalität eine gute Organisation und gutes Personal. Die Schlüsselstellen wie die Leitung und die Besetzung der Administration im Büro sind durch Angestellte organisiert.

Die AWO Waldshut Soziale Dienste gGmbH betreibt dabei eine soziale Personalpolitik. Die AWO sieht sich hier als dritten Arbeitsmarkt, also hat sie Stellen geschaffen, die von Menschen ausgeführt werden können, welche auf dem ersten Arbeitsmarkt schlechtere Chancen besitzen. So arbeiten im Sozialkaufhaus unter anderem psychisch Angeschlagene, Suchtgefährdete, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke sowie Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Kulturen.

Zusätzlich sind viele ehrenamtliche, fleißige Helfer*innen nötig, damit die Ware angenommen, sortiert, ausgezeichnet und im Verkaufsraum präsentiert wird. Während der Öffnungszeiten braucht es Beratung und Verkaufsgespräche mit der Kundschaft und immer wieder Ordnung Schaffende.

Bei der Sortierung der Ware und vor allem beim Transporter-Team wurden Stellen für Langzeitarbeitslose geschaffen. Hier werden wir vom Jobcenter Waldshut und der Agentur der Arbeit durch Programme wie AGH und §§16e/i SGB II unterstützt.

Gleichzeitig begleitet die AWO Menschen, welche ihre Sozialstunden bei uns ableisten.

Auch junge Menschen sind im Sozialkaufhaus eingebunden. Außerdem ist das AWO-Kaufhaus als Praktikumsstelle bei Schüler*innen beliebt, welche im Unterrichtsfach „Themenorientierten Projekt Soziales Engagement“ (SE) ein Praktikum absolvieren müssen. Weitere Schüler*innen kommen im Rahmen des Unterrichtsfachs „ Verkauf“ jede Woche für drei Stunden ins Sozialkaufhaus und werden fachmännisch betreut.

Mit Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen bittet das Sozialkaufhaus für Geflüchtete über ehrenamtliche Aufgaben, einen Ort zum alltäglichen Deutsch lernen und sozialer Kontakte zu knüpfen.

Leitlinien

Wir arbeiten auf der Grundlage der AWO Leitlinien, denn „Unser Sozialkaufhaus ist mehr als „nur“ ein Kaufhaus“. Wir möchten die Vielseitigkeit des Kaufhauses und ihrer Menschen aufzeigen und dass der Respekt untereinander gelebt werden möchte. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Gesellschaft mit vermehrtem Rechtsruck, setzt die AWO mit ihren Werten einen Gegenpol. Durch den gezielten solidarischen Umgang mit verschiedenen Nationen leistet das Sozialkaufhaus einen großen Beitrag zur Völkerverständigung. Genauso gehört die Integration von geflüchteten Menschen als soziales Ziel der AWO.